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LVR verleiht Ehrenpreise für soziales Engagement

Jürgen Wilhelm zeichnet zehn rheinische Persönlichkeiten und Initiativen aus Köln / Rheinland.

LVR, vom 13.12.2011

6. Dezember 2011. Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz für Menschen mit Behinderung, psychischer Erkrankung oder in schwierigen sozialen Lebenslagen hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zehn Initiativen und Persönlichkeiten aus dem Rheinland mit dem LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement ausgezeichnet.

In einer Feierstunde in Köln dankte Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, Preisträgerinnen und Preisträgern für ihren „nicht hoch genug einzuschätzenden Dienst an der Zivilgesellschaft". Sie sind auf unterschiedlichen sozialen Feldern aktiv – von der Unterstützung für junge Flüchtlinge über die Arbeit für Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung bis zur Erfüllung der Herzenswünsche schwer- und schwerstkranker Kinder.

 

Bei der Verleihung des LVR-Ehrenpreises für soziales Engagement 2011 (v.l.): Alexander Kolter, Christian Eggers, Jürgen Wilhelm, Ursula Wirtz, Waltraud Triffterer, Ingrid Gerber, Erich Rall, Paul Küppers, Katja de Bragança, Viktor Weyers und Bärbel Peschka. Foto: Arendt/LVR

Bei der Verleihung des LVR-Ehrenpreises für soziales Engagement 2011 (v.l.): Alexander Kolter, Christian Eggers, Jürgen Wilhelm, Ursula Wirtz, Waltraud Triffterer, Ingrid Gerber, Erich Rall, Paul Küppers, Katja de Bragança, Viktor Weyers und Bärbel Peschka. Foto: Arendt/LVR

 

Ursula Wirtz aus Köln wurde geehrt für ihr langjähriges Engagement zum Wohl obdachloser und bedürftiger Menschen. Christian Eggers aus Essen erhielt die Auszeichnung als Dank für seinen Einsatz für Menschen mit einer Schizophrenie. Ingrid Gerber aus Bonn wurde prämiert für ihr Engagement für die Integration von Kindern mit und ohne Behinderung. Das Engagement von Alexander Kolter aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis gilt als Fördervereins-Vorsitzender der Unterstützung der Kölner LVR-Anna-Freud-Schule. Paul Küppers aus Krefeld kümmert sich um die Belange von Menschen mit lang andauernder Beschäftigungslosigkeit. Katja de Bragança und Bärbel Peschka vom Team der Zeitung „Ohrenkuss" aus Bonn erhielten den LVR-Ehrenpreis für ihre Zeitungs-Arbeit mit Menschen mit Down-Syndrom. Erich Rall aus Mülheim an der Ruhr wurde geehrt für seinen sozialen Einsatz im VdK-Ortsverband Dümpten. Ursula und Josef Tebrügge aus dem Kreis Wesel erhielten die Auszeichnung für ihre selbst organisierte Hausaufgabenhilfe für junge Flüchtlinge. Waltraud Triffterer aus dem Kreis Mettmann wurde geehrt für ihre Tätigkeit bei „Wunschzettel e.V.", einer Initiative für schwer- und schwerstkranke Kinder. Viktor Weyers erhielt den Preis für die Gründung der Stiftung Tripunctatum, die sich für Menschen mit Behinderung engagiert.

Der Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Jürgen Wilhelm, betonte in seiner Ansprache bei der Verleihung des LVR-Ehrenpreises: „Sie alle haben viel geleistet und viel bewegt – zugunsten anderer Menschen. Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz haben sie dazu beigetragen, unser Gemeinwesen weiter zu entwickeln – hin zu einer Gesellschaft für alle." Um dieses für die Demokratie so wesentliche bürgerschaftliche Engagement auszuzeichnen, zu ehren und öffentlich besser sichtbar zu machen, hat der LVR 2006 den Ehrenpreis für soziales Engagement ins Leben gerufen.

 

Prof. Eggers

Jürgen Wilhelm überreichte den LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement 2011 an Christian Eggers (l.). Foto: Arendt/LVR

 

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) hat auch Christian Eggers aus Essen mit dem LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement ausgezeichnet.

Mit der Prof. Dr. Eggers-Stiftung rief er 1997 eine Initiative ins Leben, die psychisch erkrankten jungen Menschen hilft, den Weg zurück in die Gesellschaft zu finden.

Die Prof. Dr. Eggers-Stiftung ist Trägerin der stationären Jugendhilfeeinrichtung TRIALOG, des Ambulant betreuten Wohnens für junge psychisch kranke Menschen in Essen und seit 2007 auch Trägerin des Wulf-Alexander Strauer-Hauses in Düsseldorf, einer therapeutischen Wohngruppe für junge Menschen mit einer psychotischen Erkrankung. Eggers war 25 Jahre Direktor der damaligen Rheinischen Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters und Inhaber des gleichnamigen Lehrstuhls in Essen.

Von 1986 bis 1989 war er Ärztlicher Direktor des LVR-Klinikums Essen. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland: "Bei ihrer Arbeit in Essen haben sie festgestellt, dass sie für junge Patientinnen und Patienten im LVR-Klinikum viel tun können, aber dass diese nach der Behandlung häufig in ein tiefes Loch fallen. Ihre Vision: Eine Institution zu entwickeln, in der diese Menschen, die meist an Schizophrenie erkrankt sind, zumindest für einen Zeitraum von zwei Jahren weiterbehandelt werden können; eine Institution, in der diese Menschen betreut werden, sich verselbständigen können und in der mit Familien zusammengearbeitet wird.

Diese Vision haben sie verwirklicht." Christian Eggers engagiert sich durch Forschung, Lehre, Publikationen, Projekte und Interviews auch weit über die Grenzen von Essen hinaus für Menschen, die an Schizophrenie leiden.

"Wie ich gehört habe, sind sie eigentlich ,Tag und Nacht' für die Stiftung da. Egal ob in der Woche, am Wochenende oder zu später Stunde. Ein solcher Einsatz verdient unser aller Anerkennung", so Wilhelm weiter.

Für seinen unermüdlichen Einsatz überreichte Wilhelm an Eggers den LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement, eine aus Marmor und Stahl geschaffene Plastik mit dem Titel "Die Welle" der Bonner Künstlerin Petra Siering.

Der Landschaftsverband Rheinland zeichnet mit dem LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement Personen aus dem Rheinland aus, die sich in besonderer Weise für die Belange von Menschen eingesetzt haben , die Unterstützung benötigen. Jedes Jahr werden bis zu zehn Persönlichkeiten geehrt. Mit der Verleihung des Preises will der LVR das öffentliche Interesse für soziales Engagement wecken und die oft jahrelange ehrenamtliche Arbeit der Preisträgerinnen und Preisträger im sozialen Bereich angemessen würdigen.

 

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